Darf ich einfach da sein?
allein oder mit vielen
Darf ich einfach da sein?
Kennst du das?
Du kommst irgendwo dazu und merkst, wie du innerlich anfängst zu schauen
Wie sind die anderen hier?
Was wird erwartet?
Was kann ich sagen?
Bin ich zu still?
Oder schon zu viel?
Und plötzlich bist du so damit beschäftigt, deinen Platz zu finden, dass du kaum noch spürst, wie es dir eigentlich geht.
Wir Menschen wünschen uns Verbindung, möchten dazugehören, willkommen sein und uns angenommen fühlen.
Viele von uns haben dabei früh gelernt, sehr genau auf andere zu achten. Freundlich zu sein , Interesse zu zeigen , sich einzubringen oder zurücknehmen.
Je nachdem, was gerade gebraucht wird.
Das kann so selbstverständlich werden, dass wir gar nicht bemerken, wie viel Kraft es uns kostet.
Mich berührt die Frage
Wie wäre es, wenn ich irgendwo sein dürfte, ohne gleich etwas beitragen zu müssen?
Wenn ich erst einmal schauen, zuhören und ankommen könnte?
Wenn auch meine stille Seite einen Platz hätte?
Dann würde ich irgendwann von mir aus ins Gespräch kommen.
Oder ich würde vielleicht einfach erstmal eine Weile beobachten.
Vielleicht würde ich merken, dass ich lieber gehen möchte.
Ich wünsche uns Räume, in denen all das möglich ist. Und Beziehungen, in denen wir erleben
dass ich die Verbindung nicht ständig durch mein Verhalten sichern muss
Sie trägt auch dann, wenn ich gerade wenig zu geben habe.
Wenn dabei trotzdem der vertraute Druck auftaucht, braucht auch der einen freundlichen Blick.
Möglicherweise gibt es da einen Anteil in uns, der schon lange versucht, uns vor Ablehnung zu schützen.
Dem könnten wir erst einmal zuhören
Wovor hast du Angst? Was brauchst du, damit du dich etwas sicherer fühlst?
Wo erlebst du, dass du einfach da sein darfst?
Bei wem musst du dir keine Gedanken darüber machen, ob du gerade interessant, unterhaltsam oder hilfreich genug bist?
Vielleicht magst du einen Moment bei diesem Menschen verweilen – und nachspüren, wie es sich anfühlt, wenn dein Platz schon da ist.













