chan(c/g)e
Wir haben die Möglichkeiten zur Veränderung
Manchmal glauben wir, unser heutiges Erleben ließe sich eindeutig aus der Vergangenheit erklären.
Als gäbe es eine klare Linie: Das ist passiert — und deshalb bin ich heute so.
Doch menschliches Erleben ist vielschichtiger.
Was wir erfahren, wirkt nicht einfach mechanisch auf uns ein. Es wird in unserem inneren System verarbeitet, eingeordnet, bewertet und mit bereits gemachten Erfahrungen verknüpft. Deshalb können selbst Menschen, die Ähnliches erlebt haben, ganz unterschiedliche Muster entwickeln.
Auch das, was wir innerlich immer wieder aktivieren — Gedanken, Gefühle, Bilder, Körperzustände —, wird mit der Zeit vertrauter. Es bahnt sich ein. Wird schneller erreichbar. So entstehen Muster, die sich irgendwann fast selbstverständlich anfühlen.
Doch genau darin liegt auch Hoffnung.
Denn wenn sich Belastendes durch Wiederholung verfestigen kann, dann können sich auch neue Erfahrungen verankern. Neue Sichtweisen. Neue innere Zustände. Neue Beziehungserfahrungen. Neue Wege, auf uns selbst und auf andere zu schauen.
Veränderung entsteht nicht immer dadurch, dass wir die eine Ursache in der Vergangenheit finden.
Sondern oft dadurch, dass wir im Hier und Jetzt beginnen, etwas anders wahrzunehmen, anders einzuordnen und anders zu erleben.
Vielleicht ist also nicht nur entscheidend, was uns geprägt hat.
Sondern auch, was wir heute neu in uns stärken.
Denn wir sind unserer Geschichte nicht einfach ausgeliefert.
Wir haben die Möglichkeiten zur Veränderung.







